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Auf dieser Seite stelle ich euch Filme vor, die ich für wirklich sehenswert halte. Zu jedem Film werde ich den Inhalt aufschreiben (oder reinkopieren ^^) und eine Kritik (von mir oder auch einer zuverlässig geprüften Quelle) folgt dann abschliessend mit einer Bewertung


PAN'S LABYRINTH
(Pan's Labyrinth, 2006)

FSK: ab 16 Länge: 119 min
Genre: Drama, Fantasy Land: Mexiko, Spanien, USA
Regie & Drehbuch: Guillermo del Toro

Inhalt:

Nordspanien, 1944, fünf Jahre nach Ende des Bürgerkrieges. Die elfjährige Ofélia zieht mit ihrer schwangeren Mutter zum neuen Stiefvater, der für das faschistische Regime des General Franco mit sadistischen Methoden die republikanischen Rebellen bekämpft. Das schwierige Verhältnis zum unbarmherzigen Capitan und die grausamen Umstände lassen das Mädchen in eine unterirdische Fantasiewelt flüchten, in der sie auf unheimliche und fabelhafte Kreaturen trifft, die ihr Mutproben auferlegen und sie mit ihren Ängsten konfrontieren.

Kritik (Abgestuft in 3 verschiedene Perspektiven mit 3 verschiedenen Benotungen / ACHTUNG: Verrät einiges über deren Inhalt):

Die Unterhalter-Perspektive: Also wenn ich den Film als Jugendlicher betrachte, der Unterhaltung und eine Gute Story will-> Note 6
Gründe: Absolut zu viel überflüssige Gewalt, die weder dem Alter entsprechend sind, noch dem Zuschauer irgendetwas bringen, außer das er angewidert weggucken muss und sich scheiße fühlt. Das Zusammenspiel aus Realität und Fantasie ist absolut misslungen. Es wurde nicht erklärt was ein Pan ist, wo er her kam, was das alles soll, es wurde so gut wie nichts von diesem "Fantasie-Reich" gezeigt außer 3 oder 4 Bereiche. Es wurde nichts zur Hintergrundstory gesagt. Wer war der König und die Königin? Auf die Legende wurde fast gar nicht eingegangen. Man wusste nur: Die Prinzessin sollte wieder in das Fantasieland zurück. Was sollen die 3 Prüfungen? Wo war ihr Sinn? Warum ausgerechnet eine Schnecke und das mit dem Essen? Was hat das mit der Story zu tun?
Dann hat das Mädchen wahnsinnig unrealistisch gespielt. Hat keine Angst vor Monstern, vertraut blind einem teuflisch wirkendem Vieh, geht alleine in dunkle Gruben mit Ungeheuern und macht Sachen von dem ich als Zuschauer nicht weiß: Wozu das ganze? Und das Mädchen selber weiß es auch nicht und es sind unterschiedliche "Film-Arten", dass man wirklich denkt, "das passt vom Stil gar nicht zu einander".
Und jetzt kommt das abschließende Fazit der Geschichte, das, was mir dem Film als ein Unterhaltungsmensch zu Recht die entgültige Note 6 geben würde:
Er hat sozusagen gezeigt, dass die Realität nur aus Gewalt, Folter und Krieg besteht und alles andere Fantasie ist, dass es Magie nicht wirklich gibt und die einzige Flucht aus dieser grausamen Welt (Realität) der Tod ist.
Und da geh ich echt mit einem Gefühl raus: "Das hätte ich mir sparen können"

Die Psychologen/Historiker-Perspektive:-> Note 3
Also, wenn man etwas tiefer denkt, kommt man auf eine ganz andere Perspektive: Die psychologische Perspektive.
Wenn das so ein Psychologe sehen würde, würde er sagen: Das haben die nicht schlecht dargestellt: Das Mädchen ist von ihrer Welt so geschädigt, dass sie Halluzinationen hat. Und der Zuschauer bekommt die Welt genauso mit, wie das Mädchen sie erlebt, also aus der Perspektive des Mädchens. Und ab dem Zeitpunkt betrachtet man den Film als ein Drama: "Armes Mädchen, Armer Wahnsinniger Hauptmann, Armer Pedro,....." und alle anderen Opfer des Filmes. Der "reale Teil" des Filmes wird sozusagen zum Hauptteil, während er ab und zu die Perspektive des Mädchens angenommen hat, und es aus ihren Augen betrachtet hat. Aber der Hauptteil war die tragische Darstellung der Realität, ... für die historisch Interessierten wohl was aber ebenfalls durch mangelndes Hintergrundwissen (der "realen" Welt) wieder etwas verschlechtert worden ist. Denn da hat man auch sehr viele Kriegshintergründe ausgelassen, die das Verständnis erleichtert hätten bei Leuten, die sich gefragt hätten : "Warum so und nicht so?".

Die tiefgründige Perspektive:-> Note 1
Sehr guter Film aus dieser Perspektive. Aber eben nur für Leute die so weit denken können... Die Gewalt-Szenen waren unverzichtbar, weil sie in dem Zusammenhang der Fantasie des Mädchens waren. Man wollte, dass der Zuschauer "versteht" es wirklich selber "sieht" und miterlebt, warum die Seele dieses Mädchens diese Grausamkeiten nicht mehr miterleben möchte und es sie in eine andere Welt zieht.
In eine Welt ihrer Fantasien. Sie hat angefangen das zu sehen, was sie sehen wollte (was übrigens ja auch der Realität entspricht), und das war für sie real. Und genau so wurde es auch dargestellt. Außerdem ist sie immer in ihre Bücher geflüchtet. Weg von der Realität, in die Fantasie. Das ist eine Parallele dazu.
Die 3 Prüfungen, die aus der ersten Perspektive absolut idiotisch und sinnlos scheinen, haben jetzt sehr wohl einen Sinn. Da es sich jetzt um pure Fantasie und zusammenhanglose Kreativität des Mädchens handelt, spielt es überhaupt keine Rolle mehr, ob sie gegen eine Riesenschnecke, einen Hamster oder Helmut Kohl kämpfen muss, denn die Fantasie kommt einfach ohne Begründung und Rechtfertigung und Zusammenhang und darum heißt sie Fantasie.
Die erste Prüfung symbolisierte den Mut. Die zweite Prüfung wahrscheinlich die Selbstbeherrschung, also Kontrolle über sich selbst und die dritte Prüfung symbolisierte Liebe. Und wer diese 3 Dinge in sich trägt, der hat sozusagen den Mut zu den "Toren der anderen Welt" zu schreiten, die Selbstbeherrschung, um die Schrecklichen Dinge durchzustehen und die Liebe für das (ewige?) Leben.
Wenn man den Gedanken weiter führt ist es auch absolut egal, was für einen Zusammenhang die beiden Welten haben und was der "rationale Sinn" dahinter ist. Es ist auch egal "warum" die Prinzessin zurück soll, warum der Baum vor der Kröte gerettet werden muss, und die gesamte Geschichte dieser "Fantasie-Welt" ist absolut unwichtig, weil das Mädchen selber auch nichts darüber weiß. Sie fühlt sich, wie der Zuschauer. Sie weiß nichts und sie muss es auch nicht. Ja, und vor allem sagt der Film auch aus, dass du niemandem trauen und gehorchen sollst, außer deinem eigenem Herzen. (Doctor). Das hat auch das Mädchen die ganze Zeit gezeigt, weil sie ständig ihrem Herzen folgte, der weg ging von der Brutalität. Und es zeigt auch das reale Wesen des Menschen. Wenn man dem Herzen folgt, entfernt man sich von der Brutalität. Sie hat ja sogar dem Pan widersprochen, als er gesagt hat "Blut eines Unschuldigen blabla", weil sie ihrem Herzen gefolgt ist, der sie (einerseits) in den Tod geführt hat und andrerseits in das ewige Leben. Und da spiegelt sich die Zweideutigkeit des Pans. Wie du ja auch gelesen hast. Er ist Tod und ewiges Leben gleichzeitig. Verkörpert das Gute und das Böse, wie auch im Film. Er ist rätselhaft, wie das Leben, du weißt also nicht, was davon wahr und was falsch ist, man kann nicht sagen ob es gut oder böse ist denn es ist beides oder gar nichts vom beidem. und sie hat das einzig richtige getan, nämlich auf den Ruf ihres Herzens gehört und ist hingekommen, wo sie hinkommen wollte.

Also empfehlenswert für diejenigen, die tief denken können und den Film nicht als oberflächliche Story abstempeln...



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