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Hier möchte ich ein paar Gedichte, Sprüche, Zitate oder Geschichten mit einbringen, die mir selber viel bedeuten...
und die meiner Meinung nach zum Nachdenken und Träumen anregen.
Ich kann nur jedem empfehlen sich Zeit zu nehmen und alle zu lesen...



Ich fange an mit einem unglaublich schönen Gedicht, eigentlich einem der schönsten, die ich bisher gelesen habe... Ich muss echt sagen wunderschön, fantastisch, unglaublich, phänomenal ist noch untertrieben... hihi und ich kenne den Dichter *stolzbin*

Kein Titel (da dem Autor kein passender eingefallen ist)

Ein Flattern in der Dunkelheit, ein Zittern nur, ein kurzer Hauch,
Flügelschlag, ein Sandkornfunke, Fingerspitzen auf dem Bauch,
Wenig nur, ein kleines Bißchen, Spüre ich von deinem Sein,
es sind Blicke aus der Ferne, kann nicht orten, sind zu fein..
fühle Wärme, warmer Atem, atme Hoffung, will dich sehn,
blicke um mich, immer wieder, kann nichts finden, nicht verstehn..
Schließ die Augen, lass sie kreisen, die Gedanken, nur um Dich,
wie ein Strudel immer schneller, wirre Bilder bilden sich:

Sehe dich auf einer Wiese, schwarz ist sie, die Blumen weiß,
Himmelszelt bespannd mit Sonnen, sengt die Flora, leise leis,
von Sekunde zu Sekunde, stirbt sie aus die weiße Pracht,
seh sie trocknen, seh sie brechen, sie erblassen, wie bei Nacht.
Keine Regung, keine Mimik, spielt die Lippen, dein Gesicht,
stehst nur da, mit ruhigen Herzschlag, Augen zu, der Blick zum Licht.
Weht kein Wind und auch kein Lüftchen, doch dein Haar bewegt sich scheu,
als würden langsam kleine Hände, es zu richten wollen neu.
Um dich rum, verbrannte Erde, kahler Boden, toter Raum,
am Horizont, nur starre Schwärze, hohles Dunkel, kalter Traum.
Plötzlich wie von Zauberhand, zaghaft Lächeln im Gesicht,
es ist nur winzig, kaum zu spüren, als ein grüner Halm der bricht.
Doch passiert es, es passiert, die Luft steht nicht mehr steif und still,
fühlbar mehr, als nur die Leere, etwas das erleben will.
Funkelglitzer kleiner Bote Lichtspielschimmern-Eiskristall,
Milimeterexplosionenlicht, Reflektionen Wiederhall:

Eine Träne, ist geboren, in dem Auge das dich schmückt,
leuchtet zaghaft, doch mit Freude, wirkt verspielt, wenn gar beglückt.
Wandert abwärts, kleine Träne, folgt dem Rythmus der Natur,
folgt den Wogen, Silhouetten, deines Körpers Liniatur.
Ist am Ziel nun angekommen, lässt dich los und winkt dir zu,
fließt zur toten Mutter Erde, um zu stören ihre Ruh.
Sind Sekunden oder Tage, Stunden Jahre, Jahr-Äonen,
kein Gefühl für Raum und Zeiten, keine Zeichen, Relationen
doch langsam hebt sich ein vibriren, die Träne in der Erde brennt,
aus den vibrieren wird ein Beben, stärker je, als man es kennt.
Du weinst - ein Lächeln - viele Tränen; tausend sind es an der Zahl,
benetzen dir die Haut und wandern, abwärts, in die Erde kahl,
verstärken Beben und vibrieren, was passiert, was tut, geschieht?
wieso was, was ist wieso, warum weshalb durch welchen Trieb?
Es bricht die Erde, bricht der Boden, seh es bis zum Horizont,
überall Akt und Bewegung, wirkt gezielt gewollt gekonnt.
Verschlägt Sprache, höhren fühlen sehen schmecken, wie geraubt,
ich seh, vermag es nicht zu glauben, es erlebt der harre Staub:
Blumen Blüten, grüne Halme, Blätter, Bäume, gelb und blau,
Tulpen, Rosen und Narzissen, Gänseblümchen, Kleeenpfau,
Farbenfreude, Licht Bewegung, Leben, Liebe, Lust und Herz,
Lebt die Fauna und die Flora, keine Angst mehr, weg der Schmerz.
Öffnen sich Milliarden Blüten von Sekunde eins auf zwei,
im Rythmus deiner sanften Augen, die sich auftun, klar und frei.
siehst mich an, durch einen Schleier, Tränenmeer, in wilder Ruh.
Wunderwerk, ist Gottes Schöpfung, Göttes Schöpfung, das bist du.

- ( C ) Daniel Müller



Ein kurzes, aber total schönes Gedicht von einem ganz lieben Mädel mit dem ich die Ehre hab in die selbe Klasse zu gehn:

Tränen

Tränen, Saphire der Traurigkeit
Wiederspiegelungen der Seele
Diamanten der Sehnsucht nach Geborgenheit
Vergossen aus Zorn oder Wehmut
Aus Freude oder Trauer
Ein tiefes Gefühl
nach dem alles vernichtenden Sturm
Die Reste eines zerbrochenen Herzens

- (C) Celine Wunderlich


Ein Gedicht von einem Freund, der den Schreibwettbewerb "GEWALTIGE WORTE" im Dezember 2004 zum Thema Gewalt ("Wo fängt Gewalt eigentlich an?") gewonnen hat. Die Jury bestand aus der Kriminalautorin Petra Oelker, der Journalistin Maike Schiller und dem Autor Michael Weins. ICH finde es total verdient, denn das Gedicht ist der HAMMER! Unglaublich heftig, traurig und doch zugleich schön...:

Beste Freunde
Wir sind doch gute Freunde, nicht wahr?
Wir sind immer die besten Freunde gewesen.
Wir haben alles miteinander geteilt.
Wir haben unsere Zeit miteinander geteilt.
Wir haben oft unser Geld geteilt, das wir uns verdienten.
Wir haben unsere Ideen miteinander geteilt.
Unsere Gedanken.
Unsere Sorgen.
Sogar unsere Zigaretten haben wir geteilt
Und gelegentlich mal einen Joint.
Aber manchmal ist es besser einige Dinge nicht zu teilen.
Du meintest, ich müsse meine Freundin mit dir teilen?
Wieso?
Ich wollte meine Freundin nicht mit dir teilen.
Also hast du sie mir weggenommen.
Vielleicht hast du ja Recht.
Vielleicht sollten beste Freunde wirklich alles miteinander teilen.
Also erweise ich dir, meinem bestem Freund einen letzten Gefallen.
Ich teile mit dir...
Ich teile mit dir meinen letzten Schmerz
Und mein letztes Leid.
Wie ist es denn so...
Deinen besten Freund tot vor deinen Füßen liegen zu sehen
Der sich nicht damit abfinden konnte, dass du ALLES teilen wolltest.
Und meine Freundin... Verzeihung, ich meine "unsere" Freundin...
Sie hat mein Schicksal auch geteilt.
Du hattest wohl recht, denn sie wollte schließlich auch teilen.
Oder warum sollte sie sonst hinterher gesprungen sein?
Und jetzt stehst du da.
Alleine.
Teile mein Leid mit mir.
Du bist doch mein bester Freund.
Es geht auch schnell.
Sind nur acht Stockwerke.
Bis gleich.

- Andrej Raider (verfasst schon im Sommer 2004 und ziemlich zufällig an die Öffentlichkeit gelangt...)



Ein wunderschönes Gedicht:
"Nähe des Geliebten"

Ich denke Dein, wenn mir der Sonne Schimmer
vom Meere strahlt;
ich denke Dein, wenn sich des Mondes Flimmer
in Quellen malt.

Ich sehe Dich, wenn auf dem fernen Wege
der Staub sich hebt
in tiefer Nacht, wenn auf dem schmalen Stege
der Wandrer bebt.

Ich höre Dich, wenn dort mit dumpfem Rauschen
die Welle steigt.
Im stillen Haine geh ich oft zu lauschen,
wenn alles schweigt.

Ich bin bei Dir; Du seist auch noch so ferne,
Du bist mir nah!
Die Sonne sinkt, bald leuchten mir die Sterne
O, wärst Du da!

- Johann Wolfgang von Goethe



Hier kommen Gedanken eines Freundes von mir. Sie sind traurig und viele von uns kennen sie...

Bin ich nun glücklich oder deprimiert?
Manchmal belügt man sich selbst. Mal um einfach nicht mehr drüber nachdenken zu müssen in der Hoffung dass die Gedanken gar nicht wahr sind, sondern man sich das Schlechte nur einredet.
Aber auch um endlich wieder weiter machen zu können, weil man mit den Gedanken nicht mehr klar kommt, die einem immer und immer wieder Steine in den Weg legen. Man wirft sich selbst vor:
"Vielleicht ist es auch gar nicht so schlimm wie man denkt aber man möchte einfach das Mitleid erfahren um mehr Aufmerksamkeit zu bekommen." Doch welchen Sinn hätte die Einbildung, wenn man nach außen ein lachendes Gesicht zeigt. Man erzählt das alles toll sei und man keine Probleme hat. Im einfachsten
Fall schweigt man dazu. Man weiß irgendwann gar nicht mehr was nun Fassade ist und was man wirklich fühlt.
Man spielt mit seinen eigenen Gedanken herum und belügt nun nicht nur sich selbst, sondern auch die, die sich um einen kümmern (würden).
Man redet es sich schön und im nächsten Moment fühlt man, oder glaubt zu fühlen, dass etwas nicht stimmt.
Nun denkt man drüber nach was denn nun wahr ist und welches davon spielt man sich und allen anderen vor.
Oder verstecke ich mich einfach um nicht auf das Wahre hin gewiesen werden zu können. Oder auch um es sich nicht selbst eingestehen zu müssen.
Man weiß selbst nicht mehr was man denkt und fühlt und was man davon nur für die Außenwelt spielt um abzulenken oder auch um Mitleid zu bekommen. Doch eines ist irgendwann fast unmöglich. "Darüber reden".
Am Ende weiß man nicht mehr was man sich einbildet, vorgegaukelt hat oder nun wirklich fühlt, denkt oder der Meinung ist gewusst zu haben.....?!
Man zieht sich von einer Erinnerung und Einfluss zum nächsten um sich selbst auf den Grund zu gehen.
Man verliert sich dabei die einzelnen Schnipsel zweier Bilder in eines zusammen zu fügen.
Was man auch macht, die Gedanken lassen einen niemals los. Selbst wenn man lange Zeit sich sicher war das alles gut ist, bedarf es nur einen kleinen ruck um alles über den Haufen zu werfen. Und das Fundament auf dem die Mauer als Schutz vor diesen "dunklen Gedanken" aufgebaut wurde ist mit einem mal zerbrochen.
Sich selbst zu helfen ist schwer, denn die Aufmerksamkeit gilt ausschließlich dem was man vergessen wollte.
Hilfe holt man nicht. Aus Angst entdeckt zu werden.
Hilfe erhält man nur selten. Meist weil die Fassade nach Außen hin immer noch hält oder weil man aus Scham jede Hand zurückweist, die nach einem greift.

- Anonym (er möchte nicht erkannt werden...)




Ein Gedicht, dass ich mal auf einer Page gefunden hat über die Liebe...:

Liebe, was ist das wovon alle reden,
habe ich Liebe jemals schon gesehen?
Ich höre Leute lachen und weinen,
es scheint wohl ein Gefühl zu sein!
Viele Leute sind glücklich es genießen zu dürfen,
denn sie lieben ihre süßen.
Viele aber sind unglücklich,
dass Gefühl der Liebe genießen sie nicht.
Doch wieso hat nicht jede Frau ihren Mann?
Ist es weil ein Mann nicht lieben kann?
Doch es gibt Beziehungen in denen das Gefühl
bestehen kann!
Ist der bessere Gefühlsmensch doch der Mann?
Viele haben hohe Anforderungen,
auf das Aussehen und den Charakter bezogen.
Viele fordern etwas, was sie selbst nicht haben,
dass sind die, die ich nicht leiden kann.
Es ist auch in der Liebe ein geben und nehmen,
könnt ihr das nicht alle verstehen?
Auch in einer Beziehung muss man gegenseitig
ergänzen,
denn erst dann kann die Liebe glänzen!
Schwarze Schafe gibt es auf beiden Seiten,
wollt ihr nur auf Männern rumreiten?
Auch Frauen können Ärsche sein,
die dann verletzen das Herzilein!
Irgendwo ist für jeden das Gegenstück,
doch oft bis es gefunden ist man schon verrückt.
Sagt, warum muss Liebe so verletzend sein?
Liebe soll trotz Schmerz so sein!
Durch Fehlern lernt man, oder etwa nicht?
Ich rede hier aus meiner Sicht!
Die Liebe ist der beste Lehrer,
nach jedem Fehler fällt der Schlussstrich später.
Fehler die begangen worden sind,
übergeht man später locker blind.
Die harte Bestrafung zahlt sich später aus,
denn irgendwann bleiben große Fehler aus.
Jeder wird irgendwann mal glücklich sein,
und lässt den richtigen Menschen in sein Herz
hinein.
Ein langer Weg den jeder gehen muss,
doch umso besser ist der Schluss.
Erst der Fleiß dann das vergnügen,
die Liebe lässt das Leben blühen.
Wunderschön und unbeschreiblich,
ist nur die Liebe wirklich.
Denkt immer daran, auch wenn sie nicht so genannt.
Es gibt männliche und weibliche Schlampen ,
die oft das Messer in die Bäuche rammen.




Jetzt kommt ein Text, den ich auf der Homepage einer Freundin von mir gefunden hab...

…da ist nichts. Nichts, als eine große, ja fast endlose Leere. Ich falle. Mit jedem Satz den sie sagen, mit dem sie mit verletzen falle ich immer tiefer, suche halt bei den anderen. Bei denen, die mich wirklich mögen, anderen vorziehen würden. Von diesen Menschen gibt es leider nicht viele. Doch die wenigen erkenne ich auf den ersten Blick. Leider wendet sich das Schicksal immer gegen mich. Meine Zuneigung trifft immer die Personen, die es nicht erwidern können…es vielleicht auch nicht wollen. Ich kann keine Zuneigung von ihnen verlangen, kann sie nicht mit etwas erzwingen, im Gegenteil, dadurch wird es immer schlimmer. Ihr sagt ihr mögt mich? Aber es sind leere Worte, die auf anderer Bitten hin euren Mund verlassen, keinen Hintergrund haben. Für einige Zeit trösten sie mich, dann werde ich wieder in die Realität befördert. Und ich sehe wieder und wieder: es hat jetzt keinen Zweck und es wird auch niemals einen Zweck bekommen. Sagt es mir, ich werde euch in ruhe lassen. Damit werde ich eher leben können als mit offensichtlichen Lügen. Wenn ihr euch wenigstens die Mühe machen würdet sie vernünftig zu verbergen…nein, sogar dafür ist eure Zeit euch viel zu kostbar. Ihr verletzt mich und wundert euch dann noch über meine Missmutigkeit?

Ihr meint zu wissen wie das Leben ist, man soll euch bemitleiden??? Wie denn, wenn ihr, wo ihr doch wisst wie hart das Leben sein kann, doch keine Rücksicht auf andere nehmt. So ist die Welt nicht aufgebaut. Nächstenliebe ist geheuchelt, denn im Falle eines Falles würde jeder doch sowieso nur seine eigene Haut retten wollen. Er würde die anderen vergessen und Hals über Kopf davonstürzen…Hauptsache weg von den elenden Problemen, die Nächsten bleiben zurück. Nichts verletzt einen Menschen jedoch so wie ein Verlust oder eine Zurückweisung… Wie ist es denn, wenn man jeden Tag von den geliebten Menschen, Personen von denen man denkt, sie empfinden für dich das gleiche wie du für sie, zurückgewiesen wird? Jeder sollte sich Gedanken darüber machen wenn er diesen Text liest. Denkt nach, ob ihr eure Freunde vielleicht genauso behandelt wie oben geschildert! Eine Freundschaft kann nicht von einer Person unterhalten werden. Sie muss auf Gegenseitigkeit beruhen. Erwidert mal das Lächeln eures Freundes oder eine freundliche Geste. Freut euch (nur aufrichtig) wenn ihr ihn seht und zeigt es ihm. Mag sein, dass du einfach nicht so ein offener Mensch bist, aber tue es für deinen Freund. Er wird es dir danken!!!!



DAS MÄRCHEN VON DER TRAURIGEN TRAURIGKEIT

Es war eine kleine Frau, die den staubigen Feldweg entlang kam. Sie war wohl schon recht alt, doch ihr Gang war leicht, und ihr Lächeln hatte den frischen Glanz eines unbekümmerten Mädchens. Bei der zusammengekauerten Gestalt blieb sie stehen und sah hinunter. Sie konnte nicht viel erkennen. Das Wesen, das da im Staub auf dem Wege saß, schien fast körperlos. Sie erinnerte an eine graue Flanelldecke mit menschlichen Konturen. Die kleine Frau bückte sich ein wenig und fragte: "Wer bist du?"
Zwei fast leblose Augen blickten müde auf. "Ich? Ich bin die Traurigkeit", flüsterte die Stimme stockend und leise, dass sie kaum zu hören war.
"Ach, die Traurigkeit!" rief die kleine Frau erfreut aus, als würde sie eine alte Bekannte grüßen.
"Du kennst mich?" fragte die Traurigkeit misstrauisch.
"Natürlich kenne ich dich! Immer wieder hast du mich ein Stück des Weges begleitet."
"Ja, aber...", argwöhnte die Traurigkeit, "warum flüchtest du dann nicht vor mir? Hast du denn keine Angst?"
"Warum sollte ich vor dir davonlaufen, meine Liebe? Du weißt doch selbst nur zu gut, dass du jeden Flüchtling einholst. Aber, was ich dich fragen will: Warum siehst du so mutlos aus?"
"Ich... bin traurig", antwortete die graue Gestalt mit brüchiger Stimme.
"Die kleine alte Frau setzte sich zu ihr. "Traurig bist du also", sagte sie und nickte verständnisvoll mit dem Kopf. "Erzähl mir doch, was dich so bedrückt."
Die Traurigkeit seufzte tief. Sollte ihr diesmal wirklich jemand zuhören wollen? Wie oft hatte sie sich das schon gewünscht. "Ach, weißt du", begann sie zögernd und äußerst verwundert, "es ist so, dass mich einfach niemand mag. Es ist nun mal meine Bestimmung, unter die Menschen zu gehen und für eine gewisse Zeit bei ihnen zu verweilen. Aber wenn ich zu ihnen komme, schrecken sie zurück. Sie fürchten sich vor mir und meiden mich wie die Pest." Die Traurigkeit schluckte schwer. "Sie haben Sätze erfunden, mit denen sie mich bannen wollen. Sie sagen: Papperlapapp, das Leben ist heiter. Und ihr falsches Lachen führt zu Magenkrämpfen und Atemnot. Sie sagen: Gelobt sei, was hart macht. Und dann bekommen sie Herzschmerzen. Sie sagen: Man muss sich nur zusammenreißen. Und spüren das Reißen in den Schultern und im Rücken. Sie sagen: Nur Schwächlinge weinen. Und die aufgestauten Tränen sprengen fast ihre Köpfe. Oder aber sie betäuben sich mit Alkohol und Drogen, damit sie mich nicht fühlen müssen."
"Oh ja", bestätigte die alte Frau, "solche Menschen sind mir schon oft begegnet."
Die Traurigkeit sank noch ein wenig mehr in sich zusammen. "Und dabei will ich den Menschen doch nur helfen. Wenn ich ganz nah bei ihnen bin, können sie sich selbst begegnen. Ich helfe ihnen, ein Nest zu bauen, um ihre Wunden zu pflegen. Wer traurig ist, hat eine besonders dünne Haut. Manches Leid bricht wieder auf, wie eine schlecht verheilte Wunde, und das tut sehr weh. Aber nur, wer die Trauer zulässt und all die ungeweinten Tränen weint, kann seine Wunden wirklich heilen. Doch die Menschen wollen gar nicht, dass ich ihnen dabei helfe. Statt dessen schminken sie sich ein grelles Lachen über ihre Narben. Oder sie legen sich einen dicken Panzer aus Bitterkeit zu."
Die Traurigkeit schwieg. Ihr Weinen war erst schwach, dann stärker und schließlich ganz verzweifelt. Die kleine, alte Frau nahm die zusammengesunkene Gestalt tröstend in ihre Arme. Wie weich und sanft sie sich anfühlte, dachte sie und streichelte zärtlich das zitternde Bündel. "Weine nur, Traurigkeit", flüsterte sie liebevoll, "ruh dich aus, damit du wieder Kraft sammeln kannst. Du sollst von nun an nicht mehr alleine wandern. Ich werde dich begleiten, damit die Mutlosigkeit nicht noch mehr an Macht gewinnt."
Die Traurigkeit hörte auf zu weinen. Sie richtete sich auf und betrachtete erstaunt ihre neue Gefährtin: "Aber ... aber - wer bist eigentlich du?"
"Ich?" sagte die kleine, alte Frau schmunzelnd, und dann lächelte sie wieder so unbekümmert wie ein kleines Mädchen. "Ich bin die Hoffnung."

- Inge Wuthe



WARUM MAMI
Alkohol am Steuer:
Tod einer Unschuldigen

Ich ging zu einer Party,
Mami, und dachte an Deine Worte.
Du hattest mich gebeten,
nicht zu trinken, und so trank ich keinen Alkohol.
Ich fühlte mich ganz stolz,
Mami, genauso, wie Du es vorhergesagt hattest.
Ich habe vor dem Fahren nichts getrunken,
Mami, auch wenn die anderen sich mokierten.
Ich weiß, dass es richtig war,
Mami, und dass Du immer Recht hast.
Die Party geht langsam zu Ende, Mami, und alle fahren weg.
Als ich in mein Auto stieg,
Mami, wusste ich,
dass ich heil nach Hause kommen würde: aufgrund Deiner Erziehung -
so verantwortungsvoll und fein.
Ich fuhr langsam an,
Mami, und bog in die Strasse ein.
Aber der andere Fahrer sah mich nicht,
und sein Wagen traf mich mit voller Wucht.
Als ich auf dem Bürgersteig lag,
Mami, hörte ich den Polizisten sagen, der Andere sei betrunken.
Und nun bin ich diejenige, die dafür büßen muss.
Ich liege hier im Sterben,
Mami, ach bitte, komm´ doch schnell.
Wie konnte mir das passieren?
Mein Leben zerplatzt wie ein Luftballon.
Ringsherum ist alles voll Blut,
Mami, das meiste ist von mir.
Ich höre den Arzt sagen,
Mami, dass es kenne Hilfe mehr für mich gibt.
Ich wollte Dir nur sagen,
Mami, ich schwöre es, ich habe wirklich nichts getrunken.
Es waren die anderen, Mami,
die haben einfach nicht nachgedacht.
Er war wahrscheinlich auf der gleichen Party wie ich, Mami.
Der einzige Unterschied ist nur:
Er hat getrunken, und ich werde sterben.
Warum trinken die Menschen, Mami?
Es kann das ganze Leben ruinieren.
Ich habe jetzt starke Schmerzen,
wie Messerstiche so scharf.
Der Mann der mich angefahren hat,
Mami, läuft herum, und ich liege hier im sterben.
Er guckt nur dumm.
Sag´ meinem Bruder,
dass er nicht weinen soll,
Mami,
und Papi soll tapfer sein.
Und wenn ich dann im Himmel bin,
Mami, schreibt "Papis Mädchen" auf meinen Grabstein.
Jemand hätte es ihm sagen sollen,
Mami, nicht trinken und dann fahren.
Wenn man ihm das gesagt hätte,
Mami, würde ich noch leben.
Mein Atem wird kürzer,
Mami, ich habe große Angst.
Bitte, weine nicht um mich, Mami.
Du warst immer da, wenn ich Dich brauchte.
Ich habe nur noch eine letzte Frage,
Mami, bevor ich von hier fortgehe:
Ich habe vor dem Fahren nicht getrunken,
warum bin ich diejenige, die sterben muss?
Anmerkung :
Dieser Text in Gedichtform
war an der Springfield High School (Springfield, VA, USA) in Umlauf, nachdem eine Woche zuvor zwei Studenten bei einem Autounfall getötet wurden.
Unter dem Gedicht steht folgende Bitte:

JEMAND HAT SICH DIE MÜHE GEMACHT
DIESES GEDICHT ZU SCHREIBEN
GIB ES BITTE AN SO VIELE MENSCHEN WIE MÖGLICH WEITER
WIR WOLLEN VERSUCHEN ES IN DER GANZEN WELT ZU VERBREITEN
DAMIT DIE LEUTE ENDLICH BEGREIFEN WORUM ES GEHT


DER TRAUM VOM LEICHTEN LEBEN

Schwerwiegende Entscheidungen fallen selten in leichten Zeiten,
und tiefgehende Veränderungen entstehen nicht durch oberflächliche Erfahrungen.
Bedeutende Entwicklungen werden kaum durch unbedeutende Begegnungen angeregt,
und persönliche Hilfe erfahren wir so gut wie nie in unpersönlichen Beziehungen.
Verständnis für die Schwachheit anderer erwächst nicht aus der eigenen Stärke,
und wie man andere Menschen tröstet, wissen wir erst, wenn wir nicht nur getrost,
sondern auch selbst getröstet sind.
Warum also sehnen wir uns ausschließlich nach einem leichten und unbeschwerten Leben,
wenn das, was uns so wertvoll macht,
in einem verletzlichem und tiefgründigen, in einem lebendig gelebten Leben liegt?

- Verfasser unbekannt




DAS TALGLICHT

Das Talglicht dachte: 'Wann zieht mich endlich jemand unter dem Scheffel hervor.'
Doch es befand sich nicht unter einem Scheffel, sondern brannte in einer Blendlaterne. So nannte man vor einigen Jahrhunderten das, was heute Taschenlampe heißt.
Ein Mensch öffnete die Blende, und gleich schoss der Lichtstrahl heraus, fokussiert von einem geschliffenen Spiegel, und das Licht dachte: 'Was bin ich für ein Leuchtturm!'
Der Leuchtturmwärter jedoch, dem die Blendlaterne gehörte, stieg mit ihr seinen Turm hinauf, um das Leuchtfeuer zu zünden. Und als dessen Lichtstrahl hell auf das Meer hinausstach, wurde das Talglicht ganz still und traurig.
'Das ist ein Strahl! Dagegen bin ich doch nur ein winzigkleines Licht!'
Der Leuchtturmwärter nahm die Blendlaterne mit dem Talglicht und ging in sein Zimmer zurück. Und wie er die dunkle Wendeltreppe des Leuchtturms hinunterstieg, sprach er zur Laterne: "Du bist schon eine gute Erfindung. Ohne dich, nur mit der Kerze in der Hand, würde ich schön die Treppe hinunterstolpern." Das war wieder ein Stich für das Talglicht und es flackerte ganz kläglich.
Im Wohnzimmer angekommen, stellte der Leuchtturmwärter die Blendlaterne auf den Tisch, ihr Schein traf den präparierten Hai, der bei Leuchtturmwärtern und Hafenkneipen immer an der Decke hängt, und der wiederum warf seinen grauslichen Schatten an die kalkweiße Wand. Es war zum Fürchten!
"Nun wollen wir es uns gemütlich machen!" sagte der Leuchtturmwärter und legte einige Holzscheite im Ofen nach, so dass der Teekessel auf dem Ofen anfing zu summen. Zuletzt nahm er das Talglicht aus der Laterne, tropfte etwas Wachs auf den Tisch und pappte es auf.
Er betrachtete es. "Bald ist Weihnachten!" sagte der Leuchtturmwärter, und das Talglicht strahlte auf und füllte mit seinem warmen Schein die Stube aus, und der böse Hai wurde ganz klein.
Und die Moral von der Geschicht':
Es leuchtet auch ein kleines Licht!

-Verfasser unbekannt




DAS LEBEN IST DIE MUSIK

Die Musik ist das Medium für die Seele,
des Universums die alleinige Ursprach',
die keine Übersetzung, Deutung braucht,
alles verbindet, vereinigt, überbrückt.
Ohne sie wäre der Weltraum eine Leere.
Ohne Klänge die Natur eine Entseelung.
Ohne Tonkunst das Leben eine Verödung.
Ohne Gesänge unser Alltag eine Schmach.

- Hungki Park




WIE VIELE LEBEN HAT DIE HOFFNUNG?

Es war eine Gratwanderung
von Anfang an bis heute -
ein schmaler Weg ohne Geländer,
zum Absturz einladend.
Wir suchten das höchste Glück,
riskierten tiefste Verzweiflung
und fanden beides -
oft am gleichen Tag.
Wie viele Leben hat die Hoffnung?
Wie viele Abstürze überlebt
die Sehnsucht nach Erfüllung?
Es war ein schwerer Weg,
doch er schien jede Mühe,
jede Enttäuschung wert zu sein -
und jeden Stein, den jene nach uns warfen,
die uns die Chance missgönnten,
glücklich zu sein.
Jene, die sich Freunde nannten
und sich zu Feinden machten,
als sie spürten, dass sie uns verloren.
Statt uns in Frieden zu lassen,
behinderten sie uns, stellten Fallen,
um zu zerstören, was sie nicht mehr
kontrollieren konnten.
Wie hässlich, wie gemein können Menschen sein,
wenn Neid und Eifersucht ihre Herzen beherrschen!
Und wie wehrlos sind sie gegen Liebende -
denn Liebe ist Frieden...

- Desdemonia




LIEBE

Liebe ist ein Wort, das du nur mit blutroter Tinte schreiben solltest.
Liebe treibt dich dazu, die seltsamsten Dinge zu tun.
Liebe lässt dich regenbogenfarbene Bonbons verteilen,
Liebe lässt dich in roten Schuhen durch die Strassen tanzen
und sie schreckt nicht davor zurück,
dich nachts mit blutenden Händen Gräber in paradiesische Gärten
hacken zu lassen.
Liebe schlägt dir tiefe Wunden, aber auf eine ihr eigene Art
heilt sie auch die Narben, die das Leben dir zugefügt hat.
Vorausgesetzt, du vertraust ihr und gibst ihr die Zeit dazu.
Meine Narben werde ich nicht anrühren.
Ich werde neue Wunden davontragen,
noch ehe die alten verheilt sind.
Und ich werde anderen Menschen Wunden zufügen.
... Jeder von uns trägt ein Messer...

- Desdemonia




MANCHE MENSCHEN

Manche Menschen wissen nicht,
wie wichtig es ist,
dass sie da sind.
Manche Menschen wissen nicht,
wie gut es tut,
sie nur zu sehen.
Manche Menschen wissen nicht,
wie wohltuend
ihre Nähe ist.
Manche Menschen wissen nicht,
wie viel ärmer
wir ohne sie wären.
Manche Menschen wissen nicht,
dass sie ein Geschenk
des Himmels sind.
Sie wüssten es,
würden wir es ihnen sagen.

- Verfasser unbekannt




SPUREN IM SAND...

Eines Nachts hatte ich einen Traum...
Ich ging am Meer entlang mit meinem Herrn.
Vor dem dunklen Nachthimmel
erstrahlten, Streiflichtern gleich,
Bilder aus meinem Leben.
Und jedes Mal sah ich zwei Fußspuren im Sand,
meine eigene und die meines Herrn.

Als das letzte Bild an meinen Augen
vorübergezogen war, blickte ich zurück.
Ich erschrak, als ich entdeckte,
dass an vielen Stellen meines Lebensweges
nur eine Spur zu sehen war.
Und das waren gerade die schwersten
Zeiten meines Lebens.

Besorgt fragte ich den Herrn:
"Herr, als ich anfing, dir nachzufolgen,
da hast du mir versprochen,
auf allen Wegen bei mir zu sein.
Aber jetzt entdecke ich,
dass in den schwersten Zeiten meines Lebens
nur eine Spur im Sand zu sehen ist.
Warum hast du mich allein gelassen,
als ich dich am meisten brauchte?"

Da antwortete er: "Mein liebes Kind,
ich liebe dich und werde dich nie allein lassen,
erst recht nicht in Nöten und Schwierigkeiten. Dort, wo du nur eine Spur
gesehen hast,
da habe ich dich getragen."

- Margaret Fishback Powers



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